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07. Februar 2011

Heisse Kufen und 16 schnelle Beine

Minusgrade, Schnee und Eis: Nichts hält den Husky ab, immer weiter zu laufen. Verena Linder und René Minartz von Loschadej’s Huskypower in Weissenburg (BE) organisieren nicht einfach Schlittenhundetouren. Sie führen den Gast in die Welt der Vierbeiner ein.

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Lautes Gebell ertönt, kaum nähert man sich dem noch unbespannten Schlitten. Freudig warten die Hunde auf ihren Einsatz. Grosse Augen staunen den Besucher an. Einige von ihnen in jenem Blau, für das die Huskys berühmt sind.

 „Unsere Hunde stammen von einer ursprünglichen Linie ab und sind vorwiegend in Wolfsfarben gemustert“, erklärt Verena Linder von Loschadej’s Huskypower. Das Faszinierende am Schlittenhund ist sein unbedingter Wille zu laufen. Leider werden die nordischen Hunde in unseren Breitengraden vor allem aufgrund ihrer Schönheit geschätzt. Dass sie weit mehr zu bieten haben, zeigen die acht Grönlandhunde und 17 sibirischen Huskys von Loschadej’s Huskypower.

 Schlittenhunde müssen über enorme mentale und körperliche Fähigkeiten verfügen. Bei gutem Training ist es möglich, dass sie einen Schlitten während 24 Stunden über 200 Kilometer ziehen. Dieser kann dabei bis zu 50 Kilogramm schwer sein. In kurzen Rennen erreichen Gespanne eine Geschwindigkeit von 40 km/h.

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Huskys = Hochleistungssportler

Auch wenig Nahrung reicht dem Husky aus, um härtesten Anstrengungen zu widerstehen. „Schlittenhunde sind Hochleistungssportler“, betont Verena Linder, „was sie fressen wird extrem gut verwertet“. Daher benötigen Hunde weniger Futter als ein normaler Haushund. Begehrte Delikatesse sind Pansen (Kuhmagen), die es jedoch nur zur Abwechslung gibt.

 Jeder an seinem Platz

Aussergewöhnlich ist auch ihre Gespannsart. Die Hunde bilden einen Fächer. An engen Stellen spannt man die Schlittenhunde im Platz sparendem Tandem ein. Die notwendigen Eigenschaften der Hunde hängen von der Position im Gespann ab. Die Teams bestehen aus Leader (dem Leithund) , Weehler (dem Hund direkt vor dem Schlitten) und Swinger (den Hund dazwischen). An den Leader werden die höchsten Ansprüche gestellt. Neben seiner körperlichen Stärke – gerade im Tiefschnee verrichtet er die meiste Arbeit – muss er auch mit dem Musher (Gespannfahrer) kommunizieren können. Der Vierbeiner verfügt über einen erstaunlichen Orientierungssinn. Der Leader findet selbstständig den richtigen Weg. Nur in zweifelhaften Situationen greift der Musher ein. Oft erkennt ein Leithund nach Jahren einen früher gelaufenen Weg.

Das Alphatier im Gespann eindeutig der Mensch. „Die Huskys akzeptieren unsere Position“ , erklärt Verena Linder, „nur so können wir vermeiden, dass im Rudel Macht und Rangordnung entstehen“.

 Frühzeitige Reservationen sind empfohlen, die Alpine Lodge übernimmt das gerne. 

 





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